Informatives Vector Bild um Autos zu verstehen

Wie funktioniert ein Auto? Die Grundlagen einfach erklärt

Wie funktioniert ein Auto? Ein Auto wandelt gespeicherte Energie in Bewegung um. Ein Motor (Verbrenner oder Elektromotor) erzeugt Kraft, das Getriebe leitet sie an die Räder, und Bremsen, Lenkung und Fahrwerk halten dich in der Spur. Dieser Leitfaden erklärt jedes Bauteil verständlich, auch den Unterschied zum E-Auto.

Grundlagen: der Einstieg

Du hast dich schon gefragt, wie funktioniert ein Auto eigentlich? Dies ist eine Erklärung in einfachem Deutsch, wie Autos funktionieren, vom Verbrennungsmotor bis dahin, wie ein Elektroauto dieselbe Aufgabe mit weit weniger beweglichen Teilen erledigt. Kein Fachjargon, nur die Grundlagen des Automobilbaus, die jeder Autobesitzer kennen sollte.

~20Bewegliche Teile im E-Antrieb
~2.000Bewegliche Teile im Verbrenner
~90%Wirkungsgrad E-Antrieb vs. ~30% Benziner
1Gang, E-Autos haben meist kein Getriebe

Aus welchen Hauptteilen besteht ein Auto?

Wer verstehen will, wie Autos funktionieren, teilt jedes Auto am besten in sechs Bausteine auf:

  1. Antriebsstrang: Der Motor (oder Elektromotor), das Getriebe und die Teile, die Kraft erzeugen und an die Räder bringen. Im Elektroauto ersetzen Akku und Elektromotor den Motor, den Tank und das Getriebe.
  2. Fahrwerk und Reifen: Das Grundgerüst des Autos samt Federung, Lenkung und Reifen, die es auf der Straße halten.
  3. Elektrik und Elektronik (E/E): Die Kabel und Steuergeräte, die alles regeln, vom Infotainment-Bildschirm bis zur Motorsteuerung.
  4. Interieur: Die Sitze, das Armaturenbrett, die Klimabedienung und die Displays, die du tatsächlich anfasst.
  5. Exterieur: Die Karosserieteile, Leuchten und Spiegel, die dem Auto seine Form geben.
  6. Karosseriestruktur: Die tragende Hülle, Türen und Dach, die alles zusammenhalten und die Insassen schützen.

Was steckt unter der Haube?

Öffnest du die Haube eines Benziners oder Diesels, blickst du auf Dutzende einzelner Systeme, die zusammenarbeiten: Motor, Getriebe, Kühlung, Kraftstoffversorgung, Abgasanlage, Bremsen, Fahrwerk und die Elektrik, die alles verbindet. Jedes hat eine bestimmte Aufgabe, und gemeinsam machen sie aus Kraftstoff Bewegung.

ICE- vs. EV-Komponenten Vergleich: Wie funktioniert ein Elektroauto anders?

Komponente ICE-Fahrzeuge EV-Fahrzeuge
Antriebsquelle Verbrennungsmotor (Benzin/Diesel) Elektromotor (Batterie)
Getriebe Mehrganggetriebe Einganggetriebe
Kraftstoffart Benzin oder Diesel Elektrizität (Batterie)
Auspuff Erfordert ein Abgassystem Kein Abgassystem erforderlich

Wie funktioniert ein Auto-Motor?

Ein Verbrennungsmotor verbrennt Kraftstoff, um Kraft zu erzeugen. Er mischt Luft und Kraftstoff in einem Zylinder und zündet das Gemisch; die kleine Explosion drückt einen Kolben nach unten. Diese Auf-und-ab-Bewegung wird in die Drehkraft umgewandelt, die die Räder antreibt.

Die meisten Benzinmotoren wiederholen dieselben vier Schritte immer wieder, mehrere Hundert Mal pro Sekunde. Zuerst das Ansaugen: Der Kolben gleitet nach unten und saugt Luft und einen feinen Kraftstoffnebel an. Dann das Verdichten: Der Kolben schiebt sich wieder nach oben und presst dieses Gemisch auf engsten Raum zusammen, wodurch es viel kräftiger verbrennt. Es folgt der Arbeitstakt: Eine Zündkerze entzündet das Gemisch, die brennenden Gase drücken den Kolben nach unten, und dieser Stoß ist die Kraft, die du als Beschleunigung spürst. Zuletzt das Ausstoßen: Der Kolben steigt erneut und schiebt die verbrannten Gase zum Auspuff hinaus. Ein Dieselmotor arbeitet genauso, kommt aber ohne Zündkerze aus, denn wird die Luft stark genug verdichtet, entzündet sich der Kraftstoff von selbst.

Deshalb hat ein Benzinmotor auch so viele Teile: Kolben, Ventile, eine Kurbelwelle, ein Kraftstoffsystem, eine Kühlung und ein Auspuff müssen alle im Takt zusammenarbeiten. Er läuft nur in einem recht schmalen Drehzahlbereich gut, und genau deshalb braucht er ein Getriebe.

Wie funktioniert ein Elektroauto?

Bei einem Elektroauto ist es viel einfacher. Die Kraft ist schon da, gespeichert in einer großen Batterie im Fahrzeugboden. Von dort ist der Weg kurz: Die Batterie schickt Strom an einen Wechselrichter, der Wechselrichter bringt diesen Strom in die richtige Form für den Motor, der Elektromotor wandelt ihn in Drehkraft um, und diese Kraft geht direkt an die Räder. Es gibt keine Verbrennung, keine Kolben und keinen Auspuff, und der Motor liefert die volle Zugkraft in dem Moment, in dem du das Pedal trittst.

Ein E-Auto bremst zudem auf clevere Weise. Gehst du vom Pedal, läuft der Motor rückwärts als Generator: Er bremst das Auto ab und wandelt die Bewegung wieder in Strom um, lädt also die Batterie ein wenig nach, statt die Energie als Wärme zu verschwenden. Weil dieses Abbremsen so kräftig ist, lassen sich viele E-Autos mit einem Pedal fahren, treten zum Beschleunigen, lockerlassen zum Bremsen, und das eigentliche Bremspedal brauchst du im normalen Verkehr kaum. Das nennt man Rekuperation, und es ist eines der ersten Dinge, die sich beim Fahren eines E-Autos anders anfühlen.

Warum Benziner Gänge brauchen, und E-Autos meist nicht

Das Getriebe sitzt zwischen Motor und Rädern. Ein Benzinmotor liefert nur in einem schmalen Drehzahlbereich gute Kraft, also wechselt das Getriebe zwischen mehreren Gängen, um ihn in diesem optimalen Bereich zu halten, kleine Gänge zum Anfahren, große Gänge fürs Dahingleiten. Das ist die Aufgabe eines Schalt- oder Automatikgetriebes, und es ist ein weiterer Satz Teile, der verschleißen kann.

Ein Elektromotor hat dieses Problem nicht. Er zieht vom Stand bis ins hohe Tempo kräftig durch, daher kommen die meisten E-Autos mit nur einem Gang aus, eigentlich eine feste Untersetzung, kein Getriebe zum Schalten. Weniger Teile, nichts zu wechseln und ein gleichmäßiger Vortrieb ganz ohne Gangwechsel. Dieser eine Unterschied beseitigt eines der komplexesten und wartungsintensivsten Systeme eines normalen Autos.

Die Systeme, die jedes Auto teilt

Ob es Kraftstoff verbrennt oder mit Batterie fährt: Jedes Auto stützt sich auf dieselbe Handvoll unterstützender Systeme. Man übersieht sie leicht, doch sie machen ein Auto erst sicher und bequem zu fahren.

1Fahrwerk & LenkungFedern und Dämpfer schlucken Unebenheiten, damit die Fahrt geschmeidig bleibt, und die Lenkung richtet die Vorderräder dorthin, wo du hinwillst. Zusammen bestimmen sie, wie das Auto fährt und sich anfühlt.
2BremsenAn jedem Rad pressen Beläge eine Metallscheibe zusammen und bremsen das Auto durch Reibung. E-Autos nutzen sie auch, verlassen sich im Alltag aber meist auf den Motor, sodass die Beläge viel langsamer verschleißen.
312-Volt-BordnetzEine kleine Batterie samt Verkabelung versorgt Licht, Schlösser, Displays und Steuergeräte. Selbst ein E-Auto mit riesiger Antriebsbatterie behält ein normales 12-Volt-Netz für die ganze Alltagselektronik.
4Kühlung & ThermomanagementSorgt dafür, dass nichts zu heiß oder zu kalt wird. Ein Benzinmotor braucht Kühlung, damit er nicht überhitzt; ein E-Auto braucht sie vor allem für die Batterie, die länger hält und schneller lädt, wenn sie die richtige Temperatur hat.

Was ist also wirklich anders an einem E-Auto?

Setzt man alles zusammen, ist das Bild einfach. Ein E-Auto wirft Motor, Getriebe, Kraftstoffsystem und Auspuff hinaus und ersetzt sie durch eine Batterie, einen Wechselrichter und einen Elektromotor. Die Teile, die jedes Auto braucht, bleiben (Fahrwerk, Lenkung, Bremsen, ein 12-Volt-Netz und Kühlung) aber der Teil, der das Auto tatsächlich bewegt, hat weit weniger bewegliche Teile. Das ist die ganze Geschichte mit der Einfachheit: weniger, was verschleißen kann, kein Ölwechsel und gleichmäßige, sofortige Kraft. Den Rest des Autos kennst du bereits.

Die Automobilindustrie verstehen

Autos sind außerdem ein riesiges Geschäft. Die Automobilindustrie trägt rund 2,44 % zum globalen BIP bei und sichert über 23,4 Millionen Arbeitsplätze in der EU und den USA. Die Hersteller (OEMs) geben jedes Jahr Milliarden für Forschung und Entwicklung aus, inzwischen vor allem dafür, Fahrzeuge sauberer, sicherer und effizienter zu machen.

Wie wird ein Auto entwickelt?

Die Entwicklung eines Fahrzeugs umfasst mehrere Phasen:

  1. Produktentwicklung: Ingenieure und Designer konzipieren und entwerfen das Fahrzeug.
  2. Beschaffung: Die erforderlichen Materialien und Teile werden beschafft.
  3. Fertigung: Das Auto wird in einer Fabrik zusammengebaut.
  4. Marketing & Vertrieb: Das Auto wird beworben und an die Verbraucher verkauft.
  5. Nachverkaufsdienstleistungen: Diese Phase umfasst Wartung, Service und Reparaturen des Fahrzeugs.

Welche großen Herausforderungen gibt es in der Automobilindustrie?

Die Automobilwelt steht vor vielen Herausforderungen, einschließlich des Übergangs zu Elektrofahrzeugen (EVs), autonomem Fahren, sich ändernden Verbraucherpräferenzen (wie Carsharing und Abonnement-Modelle) und regulatorischen Änderungen wie dem Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Auch Lieferkettenprobleme und der verschärfte Wettbewerb durch neue Marktteilnehmer erschweren die Situation.

Was treibt die Einführung von EVs voran?

Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge gewinnt an Tempo, getrieben von strengeren Abgasvorschriften, sinkenden Betriebskosten und den Zielen, die sich die Hersteller selbst gesetzt haben. Käufer können inzwischen aus Hunderten batterieelektrischer und Plug-in-Hybrid-Modelle wählen, und mehrere Marken wollen ab 2030 nur noch Elektroautos verkaufen. Kaufprämien, bessere Batterien und der Druck von Investoren treiben den Wandel weiter voran.

Alles zusammengesetzt

Das ist die Kurzfassung, wie ein Auto funktioniert. Vom Antriebsstrang bis zur Karosseriestruktur hat jedes Teil eine Aufgabe, und erst im Zusammenspiel ergeben sie ein Auto. Ob kleiner Kompaktwagen oder schnelle Luxuslimousine, es gelten dieselben Grundlagen, und ein Elektroauto erledigt dieselbe Aufgabe nur mit weit weniger davon. Wer weiß, wie die Teile zusammenpassen, kann leichter nachvollziehen, wohin sich die Branche als Nächstes bewegt.

Auto-Grundlagen: häufige Fragen

Aus welchen Hauptteilen besteht ein Auto?

Die meisten Autos haben Karosserie und Fahrgestell, einen Antriebsstrang (Motor) für die Kraft, Getriebe und Antrieb zur Übertragung an die Räder sowie Bremsen, Fahrwerk, Lenkung und Elektronik.

Worin unterscheidet sich ein Elektroauto technisch vom Benziner?

Ein E-Auto ersetzt Motor, Tank, Getriebe und Auspuff durch eine Batterie, einen oder mehrere Elektromotoren und ein einstufiges Untersetzungsgetriebe. Das bedeutet viel weniger bewegliche Teile, keinen Ölwechsel und sofortiges Drehmoment.

Was ist der Unterschied zwischen PS und Drehmoment?

Das Drehmoment ist die Drehkraft, die dich beim Anfahren in den Sitz drückt, während die PS beschreiben, wie sich diese Kraft bei höherem Tempo hält. E-Autos ziehen direkt an, weil das volle Drehmoment sofort anliegt.

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